Abwärmenutzung im Mittelstand

Abwärmenutzung im Mittelstand: Praxisbeispiele aus Fertigung, Bäckerei und Rechenzentrum

Die Abwärmenutzung im Mittelstand gehört zu den Effizienzmaßnahmen mit dem besten Verhältnis von Aufwand und Wirkung, wird aber seltener umgesetzt als Beleuchtungssanierung oder Druckluftoptimierung. Der Grund liegt weniger in der Technik als in der Wahrnehmung: Abwärme entsteht unsichtbar, verlässt den Betrieb über Dach und Fassade und taucht in keiner Rechnung auf. Wer sie nutzen will, muss sie zunächst messen. Dieser Beitrag stellt drei anonymisierte Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Branchen vor, ordnet die typischen Temperaturniveaus und Nutzungspfade ein und beschreibt, an welchen Stellen Projekte in der Umsetzung scheitern. Ziel ist eine Orientierung für Geschäftsführung und technische Leitung, ob und wo sich eine genauere Prüfung lohnt.

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Titelbild: Foto von Nathan Neve auf Unsplash.

Wo Abwärme entsteht und welche Qualität sie hat

Abwärme ist thermische Energie, die als Nebenprodukt eines Prozesses anfällt und ohne Nutzung an die Umgebung abgegeben wird. Entscheidend für die Verwendbarkeit ist nicht die Menge, sondern das Temperaturniveau. Eine große Menge Wärme bei 30 Grad Celsius ist deutlich schwerer nutzbar als eine kleinere Menge bei 180 Grad Celsius.

TemperaturniveauTypische QuellenSinnvolle Nutzung
über 400 Grad CelsiusIndustrieöfen, Brennanlagen, thermische NachverbrennungDampferzeugung, Vorwärmung von Verbrennungsluft, Stromerzeugung
100 bis 400 Grad CelsiusAbgas von Blockheizkraftwerken, Trocknungsanlagen, HärtereienProzesswärme, Dampf niedrigen Drucks, Absorptionskälte
60 bis 100 Grad CelsiusBacköfen, Sterilisation, Spülmaschinen, KompressorenkühlungWarmwasser, Raumheizung, Vorwärmung von Prozesswasser
25 bis 60 Grad CelsiusKälteanlagen, Serverräume, Druckluftkompressoren, AbwasserHeizungsunterstützung über Wärmepumpe, Frostschutz, Vorwärmung

Die untere Kategorie wird am häufigsten übersehen, obwohl sie in nahezu jedem Betrieb vorhanden ist. Ein Schraubenkompressor gibt rund 90 Prozent der aufgenommenen elektrischen Energie als Wärme ab, die in vielen Anlagen ungenutzt in die Halle oder ins Freie geblasen wird.

Neben dem Temperaturniveau sind zwei weitere Eigenschaften entscheidend. Die Kontinuität bestimmt, ob die Quelle planbar zur Verfügung steht oder nur in unregelmäßigen Spitzen anfällt. Ein Ofen im Chargenbetrieb liefert Wärme in Schüben, ein Kompressor im Dauerbetrieb nahezu gleichmäßig. Die Sauberkeit des Mediums bestimmt den Wartungsaufwand: Fetthaltige oder staubbeladene Abluft setzt Wärmetauscher schneller zu und erfordert Filterung sowie kürzere Reinigungsintervalle. Beide Faktoren beeinflussen die Wirtschaftlichkeit oft stärker als die reine Wärmemenge.

Abwärme wird nicht deshalb verschwendet, weil sie technisch nicht nutzbar wäre, sondern weil sie in keiner Kostenstelle auftaucht und deshalb niemand nach ihr sucht.

Praxisbeispiel 1: Metallverarbeitender Betrieb mit Kompressorabwärme

Ein Zulieferbetrieb mit rund 70 Beschäftigten betreibt drei Schraubenkompressoren zur Druckluftversorgung von Fertigungsanlagen. Die Kompressoren laufen im Zweischichtbetrieb, die Abwärme wurde bis dahin über Abluftkanäle ins Freie geführt. Der Betrieb heizt die angrenzende Montagehalle mit Erdgas.

Ausgangslage und Untersuchung

Im Rahmen eines Energieaudits wurde die Kompressorstation als größte ungenutzte Wärmequelle identifiziert. Erhoben wurden Betriebsstunden, Lastprofil und Ablufttemperatur über einen Zeitraum von vier Wochen mit einfachen Datenloggern. Ergebnis: Die Abluft lag im Volllastbetrieb bei etwa 70 Grad Celsius, das Lastprofil deckte sich weitgehend mit den Betriebszeiten der Halle.

Umgesetzte Maßnahme

  • Umrüstung von zwei Kompressoren auf Wasserkühlung mit Wärmetauscher
  • Einbindung in den bestehenden Heizkreis der Montagehalle über einen Pufferspeicher
  • Beibehaltung des Gaskessels als Spitzenlast- und Reserveerzeuger
  • Regelungstechnische Vorrangschaltung zugunsten der Abwärme
  • Ergänzung um eine Notkühlung für Zeiten ohne Wärmebedarf im Sommer

Der letzte Punkt ist zentral und wird in Planungen häufig unterschätzt: Ohne funktionierende Notkühlung wird die Kompressorstation im Sommer zum Engpass, weil die Wärme nicht abgeführt werden kann.

Ergebnis

Der Erdgasverbrauch für die Hallenheizung sank deutlich, weil die Grundlast über weite Teile der Heizperiode aus der Abwärme gedeckt wurde. Die Amortisation lag nach interner Rechnung des Betriebs im Bereich weniger Jahre, wobei der genaue Wert stark vom Gaspreis und von den Betriebsstunden abhängt. Ein Nebeneffekt: Die Halle wurde im Sommer merklich kühler, weil die Kompressorabwärme nicht mehr in den Raum abgegeben wurde.

Praxisbeispiel 2: Handwerksbäckerei mit Backofenabwärme

Eine Bäckerei mit angeschlossenem Filialbetrieb produziert nachts und in den frühen Morgenstunden. Zwei Etagenbacköfen und ein Stikkenofen erzeugen Abgas mit Temperaturen deutlich über 200 Grad Celsius. Der Betrieb benötigt Warmwasser für Reinigung, Teigführung und Sozialräume und heizt zusätzlich die Verkaufsfläche.

Besonderheit des Lastprofils

Anders als im ersten Beispiel fallen Wärmeanfall und Wärmebedarf zeitlich auseinander. Die Öfen laufen nachts, der Warmwasserbedarf konzentriert sich auf Reinigungszeiten am Morgen und Mittag. Diese Verschiebung macht einen ausreichend dimensionierten Speicher zur Voraussetzung des Projekts.

Umgesetzte Maßnahme

  1. Einbau eines Abgaswärmetauschers hinter den Backöfen mit Bypass für Wartung und Störfall
  2. Installation eines Warmwasserspeichers, dimensioniert auf den Tagesbedarf
  3. Anbindung der Teigwasseraufbereitung an den Speicher
  4. Nutzung der Restwärme zur Unterstützung der Raumheizung im Verkaufsbereich
  5. Einbau einer Kondensatableitung, da die Abgastemperatur nach dem Tauscher unter den Taupunkt fällt

Der fünfte Punkt betrifft ein häufiges Problem: Sinkt die Abgastemperatur zu weit, kondensiert Wasserdampf und greift Schornstein und Bauteile an. Erforderlich sind korrosionsbeständige Materialien und eine geregelte Kondensatableitung, in der Regel mit Neutralisation vor der Einleitung.

Ergebnis

Der Betrieb deckt den überwiegenden Teil des Warmwasserbedarfs aus der Backofenabwärme. Die Investition lag höher als im ersten Beispiel, weil Speicher, Schornsteinsanierung und Kondensatbehandlung hinzukamen. Wirtschaftlich getragen wurde das Projekt durch die hohe Zahl an Betriebsstunden und den hohen Warmwasserbedarf.

Praxisbeispiel 3: Serverraum als Wärmequelle

Ein mittelständisches Dienstleistungsunternehmen betreibt einen eigenen Serverraum mit dauerhafter Kühlung. Die Abwärme wurde über einen Rückkühler auf dem Dach abgeführt. Gleichzeitig wird das Bürogebäude über eine Gastherme beheizt.

Das Temperaturniveau der Serverraumabwärme liegt typischerweise zwischen 30 und 40 Grad Celsius und damit zu niedrig für eine direkte Heizungsnutzung in einem Bestandsgebäude mit klassischen Heizkörpern. Erforderlich war deshalb eine Wärmepumpe, die das Niveau anhebt.

Umgesetzte Maßnahme und Bewertung

Installiert wurde eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe, die den Kühlkreis des Serverraums als Wärmequelle nutzt und den Heizkreis des Gebäudes speist. Die Gastherme blieb als Spitzenlasterzeuger erhalten. Der Vorteil gegenüber einer Luftwärmepumpe liegt in der konstant hohen Quellentemperatur, die ganzjährig verfügbar ist und die Leistungszahl gegenüber Außenluft im Winter deutlich verbessert.

Die Wirtschaftlichkeit hängt hier stärker als in den anderen Beispielen vom Verhältnis zwischen Strom- und Gaspreis ab. Bei einem ungünstigen Preisverhältnis kann der Betrieb trotz technisch einwandfreier Lösung teurer werden als die reine Gasheizung. Diese Rechnung ist vor der Investition mit den tatsächlichen Bezugspreisen des Betriebs zu prüfen und nicht mit Durchschnittswerten.

Technische Bausteine im Vergleich

Die drei Beispiele nutzen unterschiedliche technische Ansätze. Eine Gegenüberstellung hilft bei der Vorauswahl, welcher Pfad für den eigenen Betrieb überhaupt in Betracht kommt.

AnsatzVoraussetzungAufwandTypischer Einsatz
Direkte Einbindung über WärmetauscherQuellentemperatur über der benötigten Vorlauftemperaturgering bis mittelKompressoren, Kälteanlagen mit hoher Verflüssigungstemperatur
Abgaswärmetauscherkontinuierlicher Abgasstrom, geeigneter Schornsteinmittel bis hochÖfen, Trockner, Blockheizkraftwerke
Wärmepumpe als Temperaturanhebungkonstante Quelle, günstiges Strom-Brennstoff-VerhältnishochServerräume, Abwasser, Kühlkreise
AbsorptionskälteWärme über etwa 90 Grad Celsius, gleichzeitiger KältebedarfhochBetriebe mit Prozesswärme und Klimatisierungsbedarf

Die Reihenfolge in der Tabelle entspricht in der Praxis auch der sinnvollen Prüfreihenfolge. Wer mit dem aufwendigsten Verfahren beginnt, verliert Zeit und bindet Planungskapazität, während die einfachen Quellen weiterhin ungenutzt bleiben.

Wärmenetze als vierte Option

Reicht der eigene Wärmebedarf nicht aus, um die anfallende Menge sinnvoll zu verwerten, kommt die Abgabe an Dritte in Betracht. Nachbarbetriebe, kommunale Einrichtungen oder ein bestehendes Wärmenetz können als Senke dienen. Diese Variante erfordert allerdings vertragliche Regelungen zu Liefermenge, Verfügbarkeit und Haftung sowie eine belastbare Prognose über die eigene Betriebsdauer. Für kleinere Betriebe scheitert sie meist an der räumlichen Entfernung, weil die Leitungskosten mit der Trassenlänge überproportional steigen.

Vorgehen bei der eigenen Prüfung

Für einen Betrieb, der noch keine Erhebung vorgenommen hat, ist ein pragmatisches Vorgehen in fünf Schritten praktikabel.

  1. Quellen erfassen: Rundgang mit Aufnahme aller Anlagen, die Wärme abgeben. Kompressoren, Kälteanlagen, Öfen, Trockner, Serverräume, Abwasser.
  2. Temperatur und Menge messen: Einfache Messungen über zwei bis vier Wochen genügen für eine erste Bewertung. Wichtig ist die Erfassung des zeitlichen Verlaufs, nicht nur eines Momentwerts.
  3. Senken erfassen: Wo im Betrieb wird Wärme benötigt, in welcher Menge, auf welchem Temperaturniveau und zu welcher Tageszeit.
  4. Abgleich: Quelle und Senke werden zeitlich und thermisch gegenübergestellt. Erst dieser Abgleich zeigt, ob ein Speicher erforderlich ist und wie groß er ausfallen muss.
  5. Wirtschaftlichkeit rechnen: Investition, Betriebskosten, Wartung und eingesparter Brennstoff über die erwartete Nutzungsdauer, mit den betriebseigenen Energiepreisen.

Beispielhafte Größenordnung

Als Orientierung: Ein Kompressor mit 30 Kilowatt elektrischer Anschlussleistung und 3.000 Volllaststunden im Jahr nimmt rund 90.000 Kilowattstunden Strom auf. Davon fällt der weit überwiegende Teil als Wärme an, von der sich je nach Anlage und Einbindung ein erheblicher Anteil nutzen lässt. Die konkrete Nutzungsquote hängt vom Wärmebedarf und vom Lastprofil ab und muss betriebsindividuell ermittelt werden. Die Zahlen dienen ausschließlich der Veranschaulichung der Größenordnung.

Wer die Prüfung durchführen sollte

Die Schritte eins bis drei lassen sich mit betriebseigenen Kräften bewältigen, sofern jemand mit technischem Verständnis für die Anlagen zuständig ist. Für den Abgleich und die Auslegung von Wärmetauscher, Speicher und Hydraulik ist dagegen Fachplanung erforderlich, weil Fehldimensionierungen später nur mit erheblichem Aufwand korrigierbar sind. Sinnvoll ist die Trennung zwischen Planung und Ausführung: Ein Planer ohne Lieferinteresse bewertet Varianten neutraler als ein Anbieter, der eine bestimmte Lösung im Portfolio führt.

Typische Planungsfehler

  • Quelle ohne Senke: Die Abwärme wird erschlossen, obwohl im Betrieb kein zeitgleicher Wärmebedarf besteht. Die Anlage steht dann den größten Teil des Jahres still.
  • Fehlende Notkühlung: Ohne Rückfallebene wird der Wärmetauscher im Sommer zum Betriebsrisiko für die Hauptanlage.
  • Unterdimensionierter Speicher: Bei zeitlich versetztem Bedarf entscheidet die Speichergröße über die tatsächliche Nutzungsquote.
  • Vernachlässigte Korrosion: Unterschreitung des Taupunkts bei Abgaswärmetauschern ohne geeignete Werkstoffe und Kondensatableitung.
  • Rechnung mit Durchschnittspreisen: Die Wirtschaftlichkeit hängt am tatsächlichen Bezugspreis, nicht an Marktdurchschnitten.
  • Keine Erfolgsmessung: Ohne separate Zähler für die genutzte Wärmemenge lässt sich der Nutzen später nicht belegen.

Betrieb und Wartung nach der Inbetriebnahme

Abwärmeprojekte verlieren ihre Wirkung häufig nicht durch technische Defekte, sondern durch schleichende Vernachlässigung. Ein Wärmetauscher, der verschmutzt, überträgt weniger Leistung, ohne dass eine Störmeldung ausgelöst wird. Eine falsch parametrierte Regelung schaltet die Zusatzheizung vorrangig, obwohl Abwärme verfügbar wäre. Beides fällt ohne Messung nicht auf.

Sinnvoll sind deshalb drei Festlegungen bereits bei der Planung. Erstens eine Wärmemengenmessung im Rückgewinnungskreis, die den tatsächlichen Beitrag sichtbar macht. Zweitens ein Wartungsintervall für Wärmetauscher, Filter und Kondensatableitung, das in den bestehenden Instandhaltungsplan aufgenommen wird und nicht als Sonderaufgabe geführt wird. Drittens eine benannte verantwortliche Person, die den Monatswert prüft und Abweichungen nachgeht.

Zur Bewertung genügt ein einfacher Vergleich: Die genutzte Wärmemenge je Monat wird über mehrere Jahre gegenübergestellt, bereinigt um Betriebsstunden und Außentemperatur. Ein Rückgang von mehr als etwa zehn Prozent gegenüber vergleichbaren Vorjahresmonaten ist ein belastbarer Anlass für eine technische Prüfung. Ohne diese Routine sinkt die Nutzungsquote vieler Anlagen innerhalb weniger Jahre spürbar, ohne dass jemand den Zusammenhang bemerkt.

Förderung und rechtlicher Rahmen

Für Maßnahmen zur Abwärmenutzung bestehen Förderprogramme auf Bundesebene, die je nach Ausgestaltung Investitionszuschüsse oder zinsvergünstigte Darlehen vorsehen. Programmbedingungen und Fördersätze ändern sich, weshalb vor der Antragstellung stets die aktuelle Fassung der jeweiligen Richtlinie zu prüfen ist. Zu beachten ist der Grundsatz, dass mit der Maßnahme in der Regel nicht vor Bewilligung begonnen werden darf.

Für Unternehmen ab einer bestimmten Größe besteht zudem eine Pflicht zur regelmäßigen Durchführung von Energieaudits. Die gesetzliche Grundlage findet sich im Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen, das über die amtliche Fassung des EDL-G einsehbar ist. Ein solches Audit ist der naheliegende Anlass, ungenutzte Wärmequellen systematisch zu erfassen.

FAQ

Ab welchem Temperaturniveau lohnt sich Abwärmenutzung?
Eine feste Grenze gibt es nicht. Direkt nutzbar ist Wärme in der Regel ab etwa 60 Grad Celsius. Darunter ist eine Wärmepumpe erforderlich, was die Wirtschaftlichkeit vom Verhältnis zwischen Strom- und Brennstoffpreis abhängig macht. Entscheidend ist immer der Abgleich mit einer passenden Wärmesenke im Betrieb.

Welche Wärmequelle ist am einfachsten zu erschließen?
In den meisten Betrieben die Druckluftkompression. Die Umrüstung auf Wärmerückgewinnung ist technisch etabliert, die Temperaturen liegen im direkt nutzbaren Bereich, und das Lastprofil deckt sich häufig mit den Betriebszeiten der zu beheizenden Flächen.

Wie lange dauert eine erste Bewertung?
Für eine belastbare Ersteinschätzung genügen meist zwei bis vier Wochen Messung mit einfachen Datenloggern, ergänzt um einen Anlagenrundgang. Wichtig ist die Erfassung des zeitlichen Verlaufs, weil Momentwerte über die Nutzbarkeit nichts aussagen.

Braucht jedes Projekt einen Pufferspeicher?
Nein. Fallen Wärmeanfall und Wärmebedarf zeitgleich an, kann auf einen Speicher weitgehend verzichtet werden. Bei zeitlich versetztem Bedarf, etwa bei Nachtproduktion und Tagesverbrauch, entscheidet die Speichergröße über die erreichbare Nutzungsquote.

Was ist bei Abgaswärmetauschern besonders zu beachten?
Die Unterschreitung des Taupunkts. Sinkt die Abgastemperatur zu weit, entsteht Kondensat, das Schornstein und Bauteile angreift. Erforderlich sind korrosionsbeständige Werkstoffe, eine geregelte Kondensatableitung und in der Regel eine Neutralisation vor der Einleitung.

Wie lässt sich der Erfolg nachweisen?
Über separate Wärmemengenzähler im Rückgewinnungskreis, ergänzt um die Erfassung des Brennstoffverbrauchs vor und nach der Maßnahme. Ohne eigene Messung ist der Effekt in der Gesamtabrechnung nicht von anderen Einflüssen zu trennen.