Lastmanagement für Unternehmen: Netzentgelte durch Peak Shaving senken

Lastmanagement für Unternehmen gewinnt an Bedeutung, weil der Leistungspreis in der Netzentgeltstruktur vieler Betriebe inzwischen einen erheblichen Anteil der gesamten Stromkosten ausmacht, ohne dass dies auf den ersten Blick aus der Jahresabrechnung ersichtlich wird. Anders als der Arbeitspreis, der sich nach dem tatsächlichen Stromverbrauch in Kilowattstunden richtet, bemisst sich der Leistungspreis an der höchsten registrierten Lastspitze eines Abrechnungszeitraums, meist erfasst im Viertelstundenmittel. Ein einzelner kurzzeitiger Lastspitzenwert kann dadurch die Netzentgelte für ein ganzes Jahr maßgeblich bestimmen, selbst wenn der durchschnittliche Verbrauch im übrigen Zeitraum deutlich niedriger liegt. Systematisches Lastmanagement setzt genau hier an: Durch gezielte Steuerung, Verschiebung oder Pufferung von Lastspitzen lassen sich die abrechnungsrelevanten Höchstwerte senken, ohne den Produktionsablauf grundlegend zu verändern. Dieser Beitrag erläutert die regulatorischen Grundlagen der Netzentgeltberechnung, zentrale technische Instrumente des Lastmanagements sowie ein durchgerechnetes Praxisbeispiel aus einem mittelständischen Fertigungsbetrieb.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die redaktionellen Ansichten der Redaktion von gruenermittelstand.de wieder und dient der allgemeinen Information. Er stellt keine Rechts- oder Energieberatung dar und ersetzt nicht die individuelle Prüfung der Netzentgeltstruktur durch den zuständigen Netzbetreiber oder eine qualifizierte Energieberatung. Konditionen, Grenzwerte und regulatorische Vorgaben können sich ändern und sollten vor Investitionsentscheidungen im Einzelfall verifiziert werden.

Warum Lastmanagement für Unternehmen zum wirtschaftlichen Hebel wird

Für energieintensive mittelständische Betriebe mit registrierender Leistungsmessung, also einem Stromverbrauch von in der Regel mehr als 100.000 Kilowattstunden im Jahr, macht der Leistungspreis häufig zwischen 20 und 40 Prozent der gesamten Netzentgelte aus. Eine Lastspitze, die nur wenige Viertelstunden im Jahr auftritt, etwa durch das gleichzeitige Anlaufen mehrerer Maschinen nach einer Pause, kann die Netzentgeltrechnung für die kommenden zwölf Monate spürbar erhöhen. Lastmanagement für Unternehmen zielt darauf ab, solche kurzfristigen Spitzen durch organisatorische und technische Maßnahmen zu vermeiden oder gezielt abzufedern.

Der wirtschaftliche Hebel ist dabei größer, als viele Verantwortliche in Einkauf und Technik zunächst annehmen, da eine Senkung der Lastspitze um wenige Prozentpunkte über ein volles Abrechnungsjahr wirkt und sich nicht nur einmalig, sondern wiederkehrend jährlich auszahlt, solange das neue Lastprofil eingehalten wird. Anders als viele Effizienzmaßnahmen, die primär den Arbeitspreis über geringeren Verbrauch senken, wirkt Lastmanagement gezielt auf den strukturell oft unterschätzten Leistungspreisanteil.

In der praktischen Kostenbetrachtung zeigt sich zudem, dass viele Unternehmen ihre eigene Lastspitze überhaupt nicht kennen, obwohl die entsprechenden Werte auf der jährlichen Netzentgeltrechnung ausgewiesen sind. Ohne eine systematische Auswertung des Lastgangs bleibt unklar, zu welcher Tageszeit, an welchem Wochentag und durch welche konkreten Verbraucher die maßgebliche Höchstlast entsteht. Diese Transparenzlücke verhindert in der Praxis häufig, dass überhaupt geprüft wird, ob Lastmanagement für das eigene Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll ist, obwohl die notwendigen Ausgangsdaten beim Netzbetreiber grundsätzlich verfügbar sind.

Wie sich Netzentgelte für Unternehmen zusammensetzen

Die Netzentgelte für Unternehmen mit registrierender Leistungsmessung setzen sich grundsätzlich aus einem Arbeitspreis je verbrauchter Kilowattstunde und einem Leistungspreis je Kilowatt der höchsten registrierten Lastspitze zusammen. Der genaue Zeitraum, über den die Höchstlast erfasst wird, sowie die konkreten Preisbestandteile variieren je nach Netzbetreiber und werden in dessen veröffentlichtem Preisblatt ausgewiesen. Für die betriebliche Planung relevant ist vor allem, dass bereits eine einzelne Viertelstunde mit ungewöhnlich hoher Last die gesamte Abrechnungsperiode prägen kann.

Registrierende Leistungsmessung als Ausgangspunkt

Betriebe mit einem Jahresverbrauch oberhalb der jeweiligen Bagatellgrenze werden über eine registrierende Leistungsmessung abgerechnet, die den Lastgang in der Regel im Viertelstundentakt erfasst und an den Netzbetreiber übermittelt. Diese granulare Messung ist die technische Voraussetzung dafür, dass Lastmanagement überhaupt eine abrechnungswirksame Wirkung entfalten kann, da nur so einzelne Spitzenwerte präzise identifiziert werden können.

Zeitliche Struktur der Höchstlastermittlung

Je nach Netzbetreiber wird die maßgebliche Jahreshöchstlast entweder als einzelner Spitzenwert über das gesamte Jahr oder differenziert nach Hoch- und Niedriglastzeitfenstern ermittelt. Unternehmen sollten die konkrete Regelung ihres Netzbetreibers kennen, da sich Lastmanagementmaßnahmen je nach Struktur unterschiedlich stark auszahlen und eine falsche Zeitplanung der Lastverschiebung wirkungslos bleiben kann.

Lastspitzenkappung als zentrales Instrument des Lastmanagements

Die Lastspitzenkappung, im Fachjargon häufig als Peak Shaving bezeichnet, ist das am weitesten verbreitete technische Instrument im Lastmanagement für Unternehmen. Dabei wird die Gesamtlast des Betriebs kontinuierlich überwacht und bei Annäherung an einen festgelegten Grenzwert automatisiert reduziert, entweder durch kurzzeitiges Abschalten unkritischer Verbraucher, durch Zuschaltung eines Batteriespeichers oder durch gezielte Verschiebung einzelner Produktionsprozesse.

Technische Umsetzung: Lastabwurf, Pufferspeicher und Steuerungssysteme

Beim klassischen Lastabwurf werden unkritische Verbraucher wie Klimaanlagen, Ladeinfrastruktur für Fahrzeuge oder nicht zeitkritische Nebenaggregate für wenige Minuten automatisiert vom Netz genommen, sobald die Gesamtlast einen definierten Schwellenwert überschreitet. Ein Energiemanagementsystem mit Echtzeit-Lastüberwachung steuert diesen Vorgang und schaltet die betroffenen Verbraucher nach Unterschreiten des Schwellenwerts wieder zu. Alternativ oder ergänzend übernimmt ein stationärer Batteriespeicher die Spitzenlast für wenige Minuten, ohne dass Produktionsprozesse überhaupt unterbrochen werden müssen, was insbesondere bei prozesskritischen Anlagen ohne Abschalttoleranz relevant ist.

Wirtschaftlichkeitsrechnung am Beispiel

Bei einem angenommenen Leistungspreis von 90 Euro je Kilowatt und Jahr würde eine Reduktion der Jahreshöchstlast um 50 Kilowatt eine jährliche Einsparung von 4.500 Euro bedeuten, wiederkehrend über die Nutzungsdauer der eingesetzten Steuerungstechnik. Bei Investitionskosten für ein einfaches Lastmanagementsystem mit Abschaltautomatik von rund 15.000 bis 25.000 Euro ergibt sich rechnerisch eine Amortisationszeit von drei bis sechs Jahren, wobei diese Werte als Beispielrechnung zu verstehen sind und im Einzelfall stark von der tatsächlichen Netzentgeltstruktur und dem betrieblichen Lastprofil abhängen.

„Wer die eigene Lastspitze nicht kennt, kann auch die Höhe seiner Netzentgelte nicht erklären, geschweige denn gezielt beeinflussen.“ (Praxisgrundsatz aus der betrieblichen Energiekostensteuerung im Mittelstand)

Atypische Netznutzung nach § 19 Absatz 2 StromNEV

Neben der reinen Lastspitzenkappung eröffnet die sogenannte atypische Netznutzung nach § 19 Absatz 2 Stromnetzentgeltverordnung eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung der Netzentgelte. Unternehmen, die ihre Höchstlast nachweislich außerhalb der zeitgleichen Jahreshöchstlast des vorgelagerten Netzes verbrauchen, also das Netz gerade dann entlasten, wenn es besonders stark ausgelastet ist, können ein individuelles, reduziertes Netzentgelt beim zuständigen Netzbetreiber beantragen.

Die Nachweisführung für eine atypische Netznutzung erfordert eine detaillierte Auswertung des eigenen Lastgangs im Vergleich zu den vom Netzbetreiber veröffentlichten Hochlastzeitfenstern und ist regelmäßig mit einem gewissen administrativen Aufwand verbunden. In der betrieblichen Praxis lohnt sich diese Prüfung vor allem für Unternehmen, deren Produktionsspitzen ohnehin außerhalb der allgemeinen Netzhochlastzeiten liegen, etwa durch Schichtbetrieb in den späten Abend- oder Nachtstunden, da hier häufig kaum zusätzliche betriebliche Anpassungen notwendig sind, um die Voraussetzungen zu erfüllen.

Der Antragsprozess für eine atypische Netznutzung erfolgt in der Regel direkt beim zuständigen Netzbetreiber und erfordert neben dem detaillierten Lastgangnachweis auch eine Prognose, dass sich das atypische Verbrauchsverhalten auch künftig fortsetzt. Da eine einmal bewilligte atypische Netznutzung nicht dauerhaft ohne erneute Prüfung fortbesteht, empfiehlt es sich, die zugrunde liegenden Lastgangdaten regelmäßig zu aktualisieren und bei wesentlichen betrieblichen Änderungen, etwa einer Verlagerung von Schichtzeiten, proaktiv mit dem Netzbetreiber Rücksprache zu halten.

Lastmanagement in Kombination mit Batteriespeichern und Eigenerzeugung

Ein stationärer Batteriespeicher lässt sich nicht nur für die reine Lastspitzenkappung nutzen, sondern gleichzeitig zur Optimierung der Eigenverbrauchsquote einer betrieblichen Photovoltaikanlage einsetzen. Diese Doppelnutzung, in der Fachliteratur häufig als Multi-Use-Anwendung bezeichnet, verbessert die Wirtschaftlichkeit des Speichers gegenüber einer Auslegung, die ausschließlich auf einen einzigen Anwendungsfall zugeschnitten ist.

In der praktischen Auslegung ist dabei zu beachten, dass die Kapazität des Speichers auf beide Anwendungsfälle abgestimmt werden muss: Ein Speicher, der primär für die Zwischenspeicherung von Solarstrom dimensioniert wurde, verfügt möglicherweise nicht über ausreichende Leistung, um im Bedarfsfall eine kurzfristige Lastspitze vollständig abzufangen. Eine belastbare Dimensionierung berücksichtigt daher sowohl das typische Lastprofil des Betriebs als auch die saisonale Verfügbarkeit der Eigenerzeugung.

Praxisbeispiel: Einführung eines Lastmanagementsystems in einem Fertigungsbetrieb

Ein mittelständischer Hersteller von Kunststoffbauteilen mit kontinuierlichem Zweischichtbetrieb verzeichnete wiederkehrend hohe Lastspitzen beim gleichzeitigen Anfahren mehrerer Spritzgussmaschinen nach der Mittagspause. Eine Auswertung des Lastgangs über zwölf Monate zeigte, dass die maßgebliche Jahreshöchstlast in neun von zwölf Monaten exakt in diesem täglichen Zeitfenster auftrat, obwohl die durchschnittliche Auslastung der Anlagen über den restlichen Tagesverlauf deutlich niedriger lag.

Das Unternehmen führte daraufhin ein Energiemanagementsystem mit automatisierter Anfahrsteuerung ein, das den Wiederanlauf der Maschinen nach der Pause zeitlich gestaffelt statt gleichzeitig auslöst, ergänzt um einen kleineren Pufferspeicher für verbleibende kurzzeitige Lastspitzen. Innerhalb der ersten sechs Monate nach Inbetriebnahme sank die Jahreshöchstlast um rund 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, was bei der gegebenen Netzentgeltstruktur des Unternehmens einer jährlichen Einsparung von etwa 18.000 Euro entsprach. Die Investitionskosten für Steuerungstechnik und Pufferspeicher amortisierten sich nach Unternehmensangaben innerhalb von rund vier Jahren.

Ergänzend prüfte das Unternehmen die Voraussetzungen für eine atypische Netznutzung, da der Schichtbetrieb ohnehin einen erheblichen Lastanteil in die späten Abendstunden verlagerte. Der Antrag beim zuständigen Netzbetreiber wurde nach Vorlage des detaillierten Lastgangnachweises bewilligt und führte zu einer weiteren Reduktion der Netzentgelte, die sich mit der technischen Lastspitzenkappung sinnvoll ergänzte, ohne dass beide Maßnahmen sich gegenseitig ausschlossen.

Instrumente des Lastmanagements im Überblick

InstrumentWirkungTypische Voraussetzung
Automatisierter LastabwurfKurzzeitige Abschaltung unkritischer VerbraucherEnergiemanagementsystem mit Echtzeit-Lastüberwachung
BatteriepufferspeicherAbfederung von Spitzen ohne ProzessunterbrechungAusreichende Speicherleistung für kurzzeitige Spitzenlast
Zeitliche ProzessstaffelungVermeidung gleichzeitiger Lastspitzen mehrerer AnlagenAnpassbare Produktionsplanung, Steuerungslogik
Atypische NetznutzungReduziertes individuelles NetzentgeltNachweis der Lastverlagerung außerhalb der Netzhochlast

Die vier Instrumente lassen sich in der Praxis kombinieren, wobei die technische Lastspitzenkappung meist die Grundlage bildet und die atypische Netznutzung als ergänzende regulatorische Option geprüft werden sollte, sobald das betriebliche Lastprofil dafür grundsätzlich geeignet erscheint.

Typische Stolperfallen beim Aufbau von Lastmanagement für Unternehmen

  • Fehlende Auswertung des historischen Lastgangs vor der Investitionsentscheidung, wodurch Maßnahmen am falschen Zeitfenster ansetzen
  • Unterdimensionierung des Pufferspeichers, sodass Lastspitzen nur teilweise abgefangen werden
  • Abschaltung produktionskritischer statt unkritischer Verbraucher, was zu Qualitäts- oder Terminproblemen führen kann
  • Fehlende Abstimmung mit dem Netzbetreiber vor Einführung automatisierter Steuerungsmaßnahmen
  • Vernachlässigung der atypischen Netznutzung als ergänzende, oft kostengünstige Option neben technischen Investitionen

Ein weiterer, häufig unterschätzter Stolperstein liegt in der mangelnden Aktualisierung des Lastmanagementkonzepts bei betrieblichen Veränderungen. Wird beispielsweise eine zusätzliche Produktionslinie in Betrieb genommen, verändert sich das gesamte Lastprofil des Betriebs, sodass bestehende Schwellenwerte und Steuerungslogiken nicht mehr zum tatsächlichen Bedarf passen und regelmäßig überprüft werden sollten.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen zur Einführung von Lastmanagement

  1. Historischen Lastgang der vergangenen zwölf Monate beim Netzbetreiber anfordern und auswerten
  2. Wiederkehrende Lastspitzen zeitlich und ursächlich identifizieren
  3. Unkritische Verbraucher für automatisierten Lastabwurf identifizieren und priorisieren
  4. Wirtschaftlichkeit von Pufferspeicher- und Steuerungslösungen anhand der eigenen Netzentgeltstruktur berechnen
  5. Voraussetzungen für eine atypische Netznutzung nach § 19 Absatz 2 StromNEV prüfen
  6. Lastmanagementkonzept nach wesentlichen betrieblichen Veränderungen regelmäßig aktualisieren

Ein realistischer Zeitrahmen für die Einführung eines Lastmanagementsystems liegt in der Praxis meist zwischen sechs und zwölf Monaten, abhängig von der Komplexität der Produktionsanlagen und der Verfügbarkeit belastbarer Lastgangdaten. Unternehmen, die bereits über ein Energiemanagementsystem verfügen, können auf dieser Basis häufig schneller ein Lastmanagementmodul ergänzen als Betriebe, die zunächst die technische Grundlage der Lastgangerfassung aufbauen müssen.

Checkliste für Lastmanagement im Unternehmen

  • Lastgang der letzten zwölf Monate ausgewertet und wiederkehrende Spitzen identifiziert
  • Unkritische Verbraucher für automatisierten Lastabwurf definiert
  • Wirtschaftlichkeitsrechnung für Pufferspeicher anhand der eigenen Netzentgeltstruktur erstellt
  • Voraussetzungen für atypische Netznutzung geprüft und gegebenenfalls beantragt
  • Abstimmung mit dem Netzbetreiber vor Einführung automatisierter Steuerung erfolgt
  • Lastmanagementkonzept mit Verantwortlichkeit für regelmäßige Aktualisierung versehen

FAQ

Ab welcher Unternehmensgröße lohnt sich Lastmanagement für Unternehmen?
Relevant wird Lastmanagement vor allem für Betriebe mit registrierender Leistungsmessung, also in der Regel ab einem Jahresverbrauch von rund 100.000 Kilowattstunden, da erst hier der Leistungspreis abrechnungsrelevant wird.

Wie unterscheidet sich Lastspitzenkappung von reiner Energieeffizienz?
Lastspitzenkappung reduziert gezielt kurzzeitige Höchstlastwerte und wirkt damit auf den Leistungspreis, während klassische Effizienzmaßnahmen primär den Gesamtverbrauch und damit den Arbeitspreis senken.

Was ist die atypische Netznutzung nach § 19 Absatz 2 StromNEV?
Sie ermöglicht Unternehmen, die ihre Höchstlast nachweislich außerhalb der Netzhochlastzeiten verbrauchen, ein individuelles, reduziertes Netzentgelt beim zuständigen Netzbetreiber zu beantragen.

Lässt sich ein Batteriespeicher gleichzeitig für Lastmanagement und Photovoltaik-Eigenverbrauch nutzen?
Ja, diese sogenannte Multi-Use-Anwendung verbessert die Wirtschaftlichkeit des Speichers, erfordert jedoch eine Dimensionierung, die beide Anwendungsfälle gleichermaßen berücksichtigt.

Wie lange dauert die Amortisation eines Lastmanagementsystems typischerweise?
In der betrieblichen Praxis liegt die Amortisationszeit häufig zwischen drei und sechs Jahren, abhängig von der individuellen Netzentgeltstruktur und dem erzielten Umfang der Lastspitzenreduktion.

Muss der Netzbetreiber vor Einführung eines Lastmanagementsystems informiert werden?
Eine frühzeitige Abstimmung mit dem Netzbetreiber wird empfohlen, insbesondere wenn automatisierte Steuerungsmaßnahmen oder eine atypische Netznutzung beantragt werden sollen.

Wie oft muss eine bewilligte atypische Netznutzung überprüft werden?
Da sich das Verbrauchsverhalten ändern kann, sollten Unternehmen die zugrunde liegenden Lastgangdaten regelmäßig aktualisieren und bei wesentlichen betrieblichen Veränderungen von sich aus mit dem Netzbetreiber Rücksprache halten.

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